WER WIR SIND

In der Berliner Friedenskoordination (FRIKO) treffen sich seit Herbst 1980 VertreterInnen aus weltanschaulich sehr unterschiedlichen Gruppen, um über ihre friedenspolitischen Aktivitäten zu informieren, ihre Arbeit zu vernetzen und gemeinsame Vorhaben zu planen. An der Arbeit der FRIKO beteiligen sich Mitglieder von bezirklichen Friedensgruppen, des DGB und der Einzelgewerkschaften, von Kirchengruppen, Frauen- und Jugendverbänden, von Gruppen, die um Gleichberechtigung und Solidarität für und mit AusländerInnen, ImmigrantInnen und Flüchtlingen kämpfen, AntifaschistInnen, FreidenkerInnen und Einzelpersönichkeiten, sowie Mitglieder von Parteien über eine gemeinsame Friedensarbeit aus beiden Teilen der Stadt.

Der Protest gegen die Raketenstationierung war die Geburtsstunde der FRIKO, um die zahlreichen Aktionen der vielen Friedensgruppen zusammenzuführen und gemeinsame Vorhaben durchzuführen. Seitdem wurden aus diesem Kreis Anstöße gegeben, Initiativen gestartet und auch in Zeiten der Resignation weitergearbeitet.

EINIGE STICHPUNKTE DER GELEISTETEN ARBEIT

Die FRIKO

Für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Friedensbewegung erhielt die Moderatorin der Berliner Friedenskoordination, Laura von Wimmersperg, am 10. Dezember 2014 den Menschenrechtspreis der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde GBM verliehen.
Hier die Laudatio, die Jutta Kausch hielt.

Nach dem 11. September 2001 erkannte die FRIKO sehr schnell, dass die Attentate in New York und Washington zum Anlass genommen werden könnten, Kriege in verschiedenen Ländern zur Neuaufteilung der Welt unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung anzuzetteln und sah sich durch die von der Bush-Administration benannte "Achse des Bösen" bestätigt.
Sie wandte sich gegen die Beteiligung deutschen Militärs am Krieg gegen Afghanistan und tut das bis heute. Sie organisierte viele Protestaktionen und bereitete aktiv die bundesweiten Demonstrationen 2007 und 2011 mit vor.

Sie initiierte ein Berliner Bündnis aus Gruppen und besorgten Einzelpersonen zum Bush-Besuch im Mai 2002, das sich den Namen "Achse des Friedens" gab. Sie wandte sich gegen die Pläne eines Krieges gegen Irak und war 2003 maßgeblich bei der Vorbereitung der bundesweiten Demonstration gegen den Einmarsch im Irak beteiligt.
Sie stellte sich gegen die Einmischung und Provokationen westlicher Länder in Libyen und Syrien und forderte stattdessen deeskalierende und humanitäre Unterstützung.

Die FRIKO hält Kontakt zu Friedensbewegungen anderer Länder.

Im Bundesausschuss Friedensratschlag, der aus VertreterInnen der bundesweiten Friedensbewegung besteht und seit mehreren Jahren das Kasseler Friedensforum organisiert, ist die FRIKO von Anfang an dabei.

WAS WIR WOLLEN

Jedes Jahr zu Ostern wird von Gruppen der FRIKO für den traditionellen Ostermarsch ein aktuelles Konzept entwickelt und umgesetzt.

Um sich der Militarisierung der Gesellschaft zu widersetzen, unterstützt die FRIKO das Bündnis „Schule ohne Militär“ sowie Aktionen, die sich gegen öffentliche Gelöbnisse wenden. Sie initiiert und gestaltet von Zeit zu Zeit Jubelparaden von AMOK, dem Antimilitaristischen Oberjubel K.O.M.I.T.E.E..

Schwerpunkte der aktuellen Arbeit liegen in der Antidrohnenkampagne, die sie ins Leben rief und der Vorbereitung des 70. Jahrestages der Befreiung vom deutschen Faschismus, sowie der Mobilisierung gegen die Eskalationspolitik in der Ukraine. Nicht vergessen ist auch der Kampf gegen die Atomwaffen weltweit!

Die FRIKO setzt sich dafür ein, dass Konflikte in der Welt ausschließlich mit friedlichen Mitteln gelöst werden.

Darum:

KEINE GEWALTSPIRALE
KEINE MILITÄRISCHEN EINSÄTZE WELTWEIT
KEINE MILITÄRISIERUNG DER GESELLSCHAFT
KEINE RÜSTUNGSEXPORTE
FÜR WELTWEITE ABRÜSTUNG
FÜR DAS FRIEDLICHE ZUSAMMENLEBEN ALLER MENSCHEN WELTWEIT, UNABHÄNGIG VON IHREM GECHLECHT, IHRER HAUTFARBE, IHRER HERKUNFT UND IHREN RELIGIÖSEN ÜBERZEUGUNGEN

Die FRIKO tagt jeden ersten Sonntag im Monat um 18.30 Uhr im PallasT, Pallas/Ecke Potsdamer Straße in Berlin-Schöneberg.
Neben der Diskussion eines aktuellen friedenspolitischen Themas koordinieren die teilnehmenden Gruppen und Einzelpersonen dort gemeinsame Aktionen.

Die FRIKO ist offen für alle Gruppen, denen die Belange des Friedens am Herzen liegen. Jeder Mensch, der Unterstützung sucht für Aktionen gegen den Abbau von Demokratie, gegen Rassismus und Faschismus und für Frieden, ist willkommen.

Post: c/o Laura von Wimmersperg, Hauptstr. 37, 10827 Berlin,
fon: 030 – 782 33 82 (Laura von Wimmersperg – Moderatorin), 030 - 251 12 97 (Jutta Kausch)
mail: info@friko-berlin.de
Spendenkonto: Elisabeth Wissel, Postbank Stuttgart,
Konto-Nr. 936183708, BLZ: 60010070, IBAN: DE70 6001 0070 0936 1837 08